
Das Prinzip der „Low Hanging Fruits“ bezieht sich auf die Idee, dass es in jeder Situation leicht zugängliche, unkomplizierte Lösungen für Probleme oder Optimierungspotenziale gibt. Der Ausdruck stammt aus der Bildsprache: Wenn man einen Baum betrachtet, hängen die am leichtesten erreichbaren Früchte tief und können leicht gepflückt werden, im Gegensatz zu den höher hängenden Früchten, die mehr Anstrengung und Ressourcen erfordern.
Im Geschäftskontext bedeutet dies, dass es oft einfache und kostengünstige Maßnahmen gibt, die sofort umgesetzt werden können, um positive Ergebnisse zu erzielen. Diese Maßnahmen können sich auf verschiedene Bereiche beziehen, einschließlich Prozessoptimierung, Kostenreduzierung, Effizienzsteigerung oder Mitarbeitermotivation.
Im Lean Management beziehen sich „Low Hanging Fruits“ auf die leicht identifizierbaren Verschwendungen oder ineffizienten Prozesse in einem Unternehmen, die mit minimalem Aufwand verbessert werden können. Die Identifizierung und Nutzung dieser schnell umsetzbaren Verbesserungsmöglichkeiten ist eine Kernstrategie im Lean-Ansatz, um kontinuierliche Verbesserungen zu fördern und die Gesamteffizienz eines Unternehmens zu steigern. Dieses Prinzip betont die Bedeutung von kleinen Schritten und schnellen Erfolgen, um langfristige Veränderungen im Unternehmen zu bewirken.